Umballfälle Wanderung

Die Umbalfälle sind ein wirklich tolles Ausflugsziel in Osttirol. Die leichte Wanderung ist gut machbar. Wir haben die besonderen Wasserfälle von Matrei aus besucht, wo man sehr gut im Alpenparks Montana übernachten kann. Von dort bist du auch schnell auf den schönen Almen und Bergseen in Osttirol. Übernachten kannst du dort in modernen Ferienwohnungen (mit privater Sauna) oder im Hotel – mit einem extrem guten Frühstücksbuffet.

➔ Willst du mehr darüber wissen? Hier die offizielle Webseite vom Alpenparks Montana.

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Umbalfälle Wanderung – NaturKraftWeg ab Ströden

Die Wanderung zu den Umbalfällen ist für mich eine dieser Touren, bei denen der Weg schon Teil des Erlebnisses ist. Du gehst nicht einfach zu einem Wasserfall, schaust ihn dir an und gehst wieder zurück. Stattdessen folgst du der Isel immer weiter hinein ins hintere Virgental und kommst dabei Schritt für Schritt näher an die gewaltige Kraft des Gletscherflusses.

Der Weg beginnt am Parkplatz Ströden bei Prägraten am Großvenediger. Zunächst geht es noch recht gemütlich durch den Wald und vorbei an der Pebellalm und Islitzeralm. Später wird die Landschaft wilder und das Wasser immer präsenter. Dann folgen der Großbachfall und die Aussichtsplattformen am Wasserfall. Hier verändert sich die Wanderung noch einmal deutlich. Die Isel rauscht über glattgeschliffene Felsen, stürzt über mehrere Stufen nach unten und verschwindet teilweise tief zwischen den Felsen. Mehrere Aussichtsplattformen bringen dich ganz nah an dieses Naturschauspiel.

Die offizielle Umballfälle Rundwanderung ist ca. 6,6 Kilometer lang, überwindet rund 300 Höhenmeter und wird mit etwa 2,5 Stunden Gehzeit als leichte Wanderung eingestuft. Ich würde trotzdem mehr Zeit einplanen. Denn bei den Umbalfällen willst du nicht einfach nur Strecke machen. Es lohnt sich, an den Plattformen stehenzubleiben, das Wasser zu beobachten und zwischendurch auch einmal die Informationstafeln zu lesen. Unter der Beschreibung der Umbalfälle Wanderung zeige ich dir die Karte mit allen Angaben.

Wo beginnt die Wanderung zu den Umbalfällen?

Der Ausgangspunkt ist der Parkplatz Ströden am Ende des Virgentals bei Prägraten am Großvenediger. Der Parkplatz liegt auf ungefähr 1.400 Metern Höhe und ist der offizielle Ausgangspunkt der Rundwanderung. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln kannst du bis zur Haltestelle „Prägraten a.G. Ströden“ fahren. Ab jetzt geht es zu Fuß weiter.

Vom Parkplatz Ströden zur Islitzeralm wandern

Umbalfälle Wanderung ab Ströden

Am Parkplatz orientierst du dich Richtung Pebellalm und Islitzeralm. Der erste Abschnitt ist sehr gemütlich. Der Weg führt zunächst durch den Wald und über einen breiten Weg taleinwärts. Sobald du den Talboden verläßt ist links vom Weg die erste Aussichtsplattform – von hier siehst du auf Isel. Nach kurzer Zeit erreichst du den Bereich der beiden Almen. Der Zustieg zur Islitzeralm ist dabei noch nicht der eigentliche Höhepunkt der Wanderung. Das Wasser der Isel begleitet dich aber bereits. Und je weiter du gehst, desto stärker wird es.

Was ich an dieser Wanderung besonders schön finde: Du musst nicht erst bis zu den bekannten Aussichtsplattformen warten, bis etwas passiert. Die Isel begleitet den Weg bereits vorher. Immer wieder kannst du zwischen den Bäumen auf das Wasser schauen. Das Rauschen wird stärker, die Felsen werden vom Fluss geprägt und erste kleinere Wasserfälle tauchen auf. Der Weg zu den Umbalfällen gehört dazu.

NaturKraftWeg – der Weg entlang der Umbalfälle

Auf der Umbalfälle Wanderung kommst du direkt ans Wasser - die Größe des Spektakels lässt sich gar nicht fotografieren
Auf der Umbalfälle Wanderung kommst du direkt ans Wasser – die Größe des Spektakels lässt sich gar nicht fotografieren

Nach dem Bereich der Almen und dem Zustieg erreichst du den NaturKraftWeg Umbalfälle. Hier wird die Wanderung endgültig zu dem Erlebnis, wegen dem die meisten Besucher nach Ströden kommen. Der Weg folgt nun der Isel immer weiter taleinwärts. Nachdem die Isel hier mehr Gefälle hat, wird aus einem Gebirgsbach ein gewaltiges Naturschauspiel. Die Isel zwängt sich durch eine immer enger wirkende Landschaft und stürzt über mehrere Felsstufen nach unten. Das Wasser sammelt sich in Becken, schießt wieder heraus und fällt über die nächste Stufe. Die Umbalfälle sind kein einzelner Wasserfall, der in einem Stück über eine Felswand fällt. Es sind ganz viele Katarakten und Wasserfallstufen.

Der Großbachfall

Diese Brücke der Umbalfälle Wanderung quert den Großbachfall - von hier hast du diesen Ausblick:
Diese Brücke der Umbalfälle Wanderung quert den Großbachfall – von hier hast du diesen Ausblick:

Bevor du dich vollständig auf die Umbalfälle konzentrierst, wartet mit dem Großbachfall ein eigenes Wasserfall-Erlebnis. Und hier lohnt sich eine kurze Erklärung, denn die Namen werden leicht verwechselt: Der Großbachfall ist nicht Teil der Umbalfälle. Der Großbach ist ein eigener Bach. Er stürzt über den Großbachfall ins Virgental und mündet später in die Isel.

Für die Wanderung spielt er trotzdem eine wichtige Rolle. Auf dem Wandersteig entlang der Umbalfälle querst du den Großbach und hast einen Blick von einer Brücke hinauf. Es gibt aber auch noch eine eigene Aussichtskanzel für den Großbachfall. Wir haben diese Aussichtskanzel auf dem Rückweg besucht. Sie ist nur über den Forstweg zu erreichen. Hinauf sind wir den schmalen Wandersteig entlang der eigentlichen Umbalfälle gewandert.

Die Aussichtsplattformen der Umbalfälle Wanderung

Umbalfälle Aussichtsplattform

Schon die ersten Aussichtsplattformen machen deutlich, warum der NaturKraftWeg seinen Namen trägt. Du stehst nicht einfach ein paar hundert Meter vom Wasser entfernt. Teilweise blickst du von oben in die Schlucht und siehst, wie sich die Isel durch die Felsen arbeitet. An anderen Stellen kommst du wesentlich näher an das Wasser heran. Manche Plattformen liegen hoch über der Schlucht, andere bringen dich unmittelbar an den Fluss. Und genau diese unterschiedlichen Perspektiven machen den Weg spannend.

Eine der besonderen Perspektiven entsteht dort, wo der Weg deutlich über dem Fluss verläuft. Von oben kannst du die verschiedenen Wasserstufen erkennen. Was von unten wie ein einzelner Wasserfall aussieht, wird plötzlich als lange Folge von Kaskaden sichtbar. Die Felsen sind vom Wasser glattgeschliffen. Dazwischen liegen riesige Gumpen.

Das Wasser ist ganz klar, verschwindet zwischen den Felsen und stürzt wenige Meter weiter erneut hinunter. Bei hohem Wasserstand wirkt die Isel dabei noch einmal völlig anders. Dann nimmt das Wasser viel mehr Raum ein. Und auch akustisch wird schnell klar, welche Kraft hier unterwegs ist.

Der Wasserschaupfad gehört zur Wanderung

Umbalfälle Wanderung

Der NaturKraftWeg ist gleichzeitig ein Wasserschaupfad. Unterwegs erklären Informationstafeln, was du gerade siehst. Es geht unter anderem darum, wie Wasser Landschaft formt und welche Rolle der Gletscherfluss für das Tal spielt. Ich finde das gerade bei einer Familienwanderung angenehm. Du hast nicht einfach nur einen Weg, auf dem die Kinder irgendwann fragen: „Wie weit ist es noch?“

Stattdessen gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Warum sind die Felsen so glatt? Warum ist das Wasser hier türkis-grau? Wie entstehen diese tiefen Gumpen? Warum führt die Isel im Sommer so viel Wasser? Der Weg liefert auf viele dieser Fragen Antworten.

Der „Stein in der Isel“

Die Wanderung entlang der Umbalfälle führt auf den riesigen Felsen hinauf
Die Wanderung entlang der Umbalfälle führt auf den riesigen Felsen hinauf

Ein besonders interessantes Detail des Wasserschaupfades ist der Bereich, wo der große Felsen mitten im Bachbett liegt. Du kannst über eine Brücke auf ihn hinaufgehen. Hier wird unter anderem erklärt, wie die Isel große Felsblöcke bewegen kann. Der markante Felsblock im Bachbett zeigt eindrucksvoll, dass ein Gletscherfluss nicht nur Wasser transportiert. Bei Hochwasser kann die Isel auch große Mengen an Geröll und Gestein bewegen.

Genau diese Kombination aus Wasser und mitgeführtem Material ist einer der Gründe, warum die Felsen entlang der Umbalfälle so stark abgeschliffen werden. Das macht den Weg für mich interessanter als einen reinen Aussichtspunkt. Du siehst hier nicht nur einen Wasserfall. Du kannst nachvollziehen, wie dieser Wasserfall entstanden ist und warum er sich ständig verändert.

Rückweg nach Ströden

Nach dem NaturKraftWeg führt die Rundtour wieder zurück Richtung Ströden. Der Rückweg fühlt sich dabei anders an als der Hinweg. Du hast die großen Wasserfälle bereits erlebt. Über einen breiten Forstweg geht es zurück. So kommst du unterwegs noch zu dem Großbachfall Aussichtspunkt – das ist ein besonderes Erlebnis: Der Zugang führt durch einen gespaltenen Stein und hat mich an den Klobenstein in Kössen erinnert. Danach geht es immer der Forststraße folgend zurück zum Ausgangspunkt.

Liegt auf dem Rückweg an der Forststraße: Die Aussichtskanzel Großbachfall mit dem gespaltenen Felsen
Liegt auf dem Rückweg an der Forststraße: Die Aussichtskanzel Großbachfall mit dem gespaltenen Felsen

Daten & Fakten zur Umbalfälle Wanderung

DatenNaturKraftWeg Umbalfälle
AusgangspunktParkplatz Ströden
Ausgangshöheca. 1.400 m
Länge6, km
Höhenmeterca. 292 hm
höchster Punktca. 1.660 m
Gehzeitca. 2:30 Stunden
Schwierigkeitleicht
beste ZeitMai bis Oktober

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