Umbaltal in Osttirol

Die Umbalfälle sind ein wirklich tolles Ausflugsziel in Osttirol. Die leichte Wanderung ist gut machbar. Wir haben die besonderen Wasserfälle von Matrei aus besucht, wo man sehr gut im Alpenparks Montana übernachten kann. Von dort bist du auch schnell auf den schönen Almen und Bergseen in Osttirol. Übernachten kannst du dort in modernen Ferienwohnungen (mit privater Sauna) oder im Hotel – mit einem extrem guten Frühstücksbuffet.

➔ Willst du mehr darüber wissen? Hier die offizielle Webseite vom Alpenparks Montana.

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Umbaltal in Osttirol – das wilde Tal der Isel

Das Umbaltal gehört zu den ursprünglichsten Tälern im hinteren Virgental in Osttirol. Tief eingeschnitten zwischen den Bergen des Nationalparks Hohe Tauern führt es von Ströden bei Prägraten am Großvenediger hinein in eine immer alpiner werdende Landschaft.

Bekannt ist das Tal vor allem wegen der Umbalfälle. Sie sind aber eigentlich nur der spektakuläre Anfang dessen, was weiter hinten im Tal wartet. Je weiter du der Isel folgst, desto ursprünglicher wird die Landschaft. Aus dem Ausflugsziel an den Wasserfällen wird eine hochalpine Welt mit Berggipfeln, Gletschern, Almflächen und dem Ursprung der Isel.

Genau diese Verbindung macht das Umbaltal für mich zu einem besonderen Teil Osttirols: Hier kannst du auf einer relativ einfachen Wanderung bereits erleben, wie aus einem Gebirgsbach ein großer Fluss wird.

Oberhalb der Umbalfälle wird das Umbaltal sonnig und hochalpin
Oberhalb der Umbalfälle wird das Umbaltal sonnig und hochalpin

Wo liegt das Umbaltal?

Das Umbaltal liegt im hinteren Virgental in Osttirol und gehört zur Gemeinde Prägraten am Großvenediger. Es befindet sich im Nationalpark Hohe Tauern und zieht sich von Ströden immer weiter nach Westen beziehungsweise Südwesten in Richtung der hochalpinen Gletscherwelt. Der Ausgangspunkt für Besucher ist Ströden auf rund 1.400 Metern Höhe. Hier endet die öffentliche Zufahrt und hier befindet sich auch der Parkplatz Ströden für die Wanderung zu den Umbalfällen. Von Ströden führt der Weg entlang der Isel weiter taleinwärts.

Das Umbaltal und die Isel

Ohne die Isel wäre das Umbaltal nicht das, was es heute ist. Der Fluss prägt das Tal auf Schritt und Tritt. Besonders eindrucksvoll wird das an den Umbalfällen sichtbar. Dort hat das Wasser über Jahrtausende das Gestein bearbeitet, glattgeschliffen und tiefe Rinnen und Becken geschaffen. Osttirol beschreibt das Umbaltal deshalb als einen Ort, an dem sich die landschaftsformende Wirkung eines Gletscherbaches besonders eindrucksvoll beobachten lässt. Das glattgeschliffene Grüngestein und die ausgewaschenen Hohlformen im Flussbett zeigen, welche Kraft das Wasser besitzt.

Dabei ist die Isel kein gewöhnlicher Gebirgsbach. Sie wird wesentlich durch Gletscherwasser gespeist. Im Sommer, wenn die Gletscher schmelzen, steigt die Wasserführung und die Isel verwandelt sich in einen besonders kraftvollen Fluss. Genau deshalb sehen die Umbalfälle auch nicht jeden Tag gleich aus.
–> die beste Zeit für die Umbalfälle

Das Umbaltal – vom Tal zur Hochgebirgslandschaft

Wenn du vom Parkplatz Ströden in das Umbaltal wanderst, verändert sich die Landschaft ständig. Am Anfang bist du noch in einem Bereich, der stark von Wanderern, Almen und der touristischen Erschließung geprägt ist. Die Islitzeralm erreichst du bereits nach ungefähr 30 Minuten. Hier beginnt der eigentliche Erlebnisbereich rund um die Umbalfälle. Danach wird es zunehmend wilder.

Die Isel wird zum Mittelpunkt der Landschaft. Der Weg führt an den Katarakten entlang, vorbei an Aussichtsplattformen und durch Bereiche, in denen die Kraft des Wassers unmittelbar sichtbar wird. Weiter taleinwärts nimmt der menschliche Einfluss immer stärker ab. Das Umbaltal wird damit zu einem Übergang zwischen der relativ leicht zugänglichen Welt rund um die Umbalfälle und der hochalpinen Landschaft des Nationalparks.

Die Umbalfälle – das bekannteste Naturerlebnis im Tal

Besonders beliebt sind die Umbaltal Wasserfälle mit den Aussichtsplattformen

Die Umbalfälle sind das bekannteste Ziel im Umbaltal. Allerdings handelt es sich nicht um einen einzelnen Wasserfall. Er besteht aus einer Abfolge von Katarakten und Stufenfällen der Isel. Das Wasser stürzt über zahlreiche Felsstufen talwärts und hat dabei das Gestein über lange Zeit abgeschliffen. Mehrere Plattformen ermöglichen unterschiedliche Perspektiven auf die Isel – teilweise hoch über der Schlucht, teilweise deutlich näher am Wasser. Gerade diese unterschiedlichen Blickwinkel machen die Umbalfälle so interessant. Du stehst oben auf den Aussichtsplattformen und kannst die Wasserfälle sehr gut beobachten:
–> alle Informationen zu den Umbalfällen

Der NaturKraftWeg führt auf einem Rundweg. Du siehst nicht einfach einen Wasserfall und gehst wieder nach Hause. Du kannst beobachten, wie der Fluss seinen Weg durch den Fels sucht und wie sich die Landschaft rund um die Isel verändert. Verpasse auch nicht die besondere Aussichtskanzel mit Blick auf den Großbachfall – sie liegt etwas abgelegen, weshalb sie von vielen Besuchern nicht gefunden wird!
–> so geht die Umbalfälle Wanderung

Das Umbaltal als Wasserschaupfad

Die Umbalfälle wurden bereits 1976 als Wasserschaupfad erschlossen. Das war nicht nur eine touristische Idee. Der Weg entstand auch vor dem Hintergrund der damaligen Diskussionen um die Nutzung der Isel für die Wasserkraft. Heute stehen die Umbalfälle sinnbildlich für den Schutz des frei fließenden Flusses und die Bedeutung der Isel für das gesamte Tal. Der NaturKraftWeg verbindet deshalb Naturerlebnis und Wissensvermittlung.

Informationstafeln erklären die Entstehung der Katarakte, die Bedeutung der Isel und die Wirkung des Wassers. Gleichzeitig führen die Aussichtsplattformen mitten in das Geschehen. Einige Plattformen ragen bis zu 30 Meter über die Schlucht hinaus. Das klingt spektakulär – und genau das ist es auch. Trotzdem steht bei diesem Weg nicht der Nervenkitzel im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, einen Gletscherfluss aus ungewöhnlicher Nähe zu erleben.

Umbalfälle Aussichtsplattform

Weiter hinein ins Umbaltal

Wer nach den Umbalfällen noch weiterwandert, bekommt eine völlig andere Seite des Tales zu sehen. Die touristisch gut erschlossene Welt der Wasserfälle geht allmählich in eine hochalpine Landschaft über. Der Iseltrail führt weiter durch das Umbaltal und schließlich bis in den Bereich des Umbalkees. Dabei verändert sich auch die Landschaft. Almflächen gehen in alpine Matten über, die Berge werden höher und die Umgebung immer ursprünglicher. Eine wichtige Station weiter hinten im Tal ist die Clarahütte auf etwa 2.038 Metern Höhe.

Sie liegt bereits deutlich oberhalb des Bereichs, den Besucher bei einem normalen Ausflug zu den Umbalfällen erreichen. Das zeigt sehr schön, wie groß das Umbaltal eigentlich ist: Die kurze Familienwanderung zu den Umbalfällen erschließt nur einen kleinen Teil dieser Landschaft.

Die Clarahütte im Umbaltal

Die Clarahütte - keine schöne Hütte, aber landschaftlich toll gelegen
Die Clarahütte – keine schöne Hütte, aber landschaftlich toll gelegen

Die Clarahütte ist ein wichtiger Stützpunkt im hinteren Umbaltal und gleichzeitig ein Ziel für eine Bergwanderung in Verbindung mit den Umbalfällen. Sie liegt mitten in der hochalpinen Landschaft. Von hier führt der Weg weiter in Richtung Gletscherwelt. Für einen normalen Ausflug zu den Umbalfällen musst du die Clarahütte allerdings nicht erreichen. Wer nur die Wasserfälle besuchen möchte, hat mit dem NaturKraftWeg bereits ein eigenständiges und lohnendes Wanderziel.

Die Wanderung von Ströden ins Umbaltal Die aktuelle Tourbeschreibung von Osttirol Tourismus nennt dafür rund 14,2 Kilometer, etwa 645 Höhenmeter und eine Gesamtgehzeit von ungefähr 5:30 Stunden. Die Wanderung wird als mittelschwer eingestuft.

Das Umbalkees – Ursprung der Isel

Je weiter du dich im Umbaltal nach hinten bewegst, desto näher kommst du dem Ursprung der Isel. Der Ursprung liegt beim Umbalkees unterhalb der mächtigen Dreiherrenspitze, die eine Höhe von 3.499 Metern erreicht. Hier beginnt die Reise des Wassers, das später als Isel durch Osttirol fließt.

Ein Tal, das vom Gletscher geprägt wurde

Die heutige Landschaft des Umbaltals ist wesentlich durch die eiszeitliche Vergletscherung entstanden. Die Gletscher haben das Tal geformt, verbreitert und tief ausgeschliffen. Heute setzt die Isel diese Arbeit gewissermaßen im Kleinen fort. Besonders an den Umbalfällen lässt sich erkennen, wie das Wasser das Gestein bearbeitet. Die glattgeschliffenen Felsflächen und die ausgewaschenen Becken sind keine künstlichen Formen. Sie sind das Ergebnis der ständigen Bewegung des Wassers und des mitgeführten Gesteinsmaterials.

Das Umbaltal im Nationalpark Hohe Tauern

Im hinteren Bereich des Umbaltals
Im hinteren Bereich des Umbaltals

Das gesamte Gebiet gehört zum Nationalpark Hohe Tauern. Damit befindet sich das Umbaltal in einer der bedeutendsten geschützten Hochgebirgslandschaften Österreichs. Die Besonderheit liegt in der Kombination aus Gletschern, alpinen Flüssen, Bergwäldern, Almflächen und hochalpinen Lebensräumen. Weiter hinten im Tal wird diese Ursprünglichkeit besonders deutlich. Du findest hier eine nahezu unberührte Hochgebirgslandschaft. Abgesehen von der Clarahütte und einzelnen Schafherden gibt es dort nur wenig menschliche Nutzung. Du kannst also innerhalb weniger Stunden von einem stark besuchten Ausflugsziel in eine Landschaft gelangen, die sich beinahe wie eine echte Wildnis anfühlt.

Das Umbaltal und die Gletscher

Das Umbaltal zeigt gleichzeitig eine Landschaft im Wandel. Das Umbalkees ist wie viele Alpengletscher vom Rückgang betroffen. Osttirol weist darauf hin, dass sich die Gletscherzunge des Umbalkees in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgezogen hat. Seit 1990 soll sich das Eis um mehr als 700 Meter zurückgezogen haben. Damit verändert sich auch das Tal.

Wo früher Eis lag, entstehen neue Schuttflächen und Lebensräume. Pionierpflanzen beginnen, diese neu entstandenen Flächen zu besiedeln. Das macht das Umbaltal besonders interessant: Es ist keine eingefrorene Momentaufnahme einer alpinen Landschaft, sondern ein Gebiet, in dem du die Veränderungen der Hochgebirgswelt unmittelbar beobachten kannst.

Wie wild ist das Umbaltal wirklich?

Das kommt darauf an, welchen Bereich du besuchst. Rund um Ströden und die Umbalfälle ist das Tal erschlossen. Es gibt einen großen Parkplatz, eine Alm, einen Wanderwe und den NaturKraftWeg mit Aussichtsplattformen. Weiter hinten sieht die Sache ganz anders aus. Je weiter du dich von den Umbalfällen entfernst, desto stärker verschiebt sich der Charakter von einem Ausflugsziel hin zu einer alpinen Berglandschaft.

Mein Tipp für das Umbaltal

Wenn du zum ersten Mal ins Umbaltal kommst, würde ich nicht nur die Umbalfälle als Ziel betrachten. Schau dir das Tal an. Der Weg von Ströden zu den Wasserfällen ist noch relativ sanft und touristisch erschlossen. Trotzdem bekommst du bereits einen Eindruck davon, wie sich die Landschaft immer weiter nach hinten öffnet.

An den Umbalfällen selbst lohnt es sich, nicht einfach von Plattform zu Plattform zu hetzen. Schau einmal bewusst auf das Gestein im Flussbett. Die glattgeschliffenen Felsen und ausgewaschenen Formen erzählen eigentlich die spannendste Geschichte des gesamten Weges. Die Umbalfälle sind für mich das Tor zum Umbaltal als dessen eigentliches Ende.

Wer nur die Wasserfälle besucht, sieht den spektakulärsten Teil – aber eben nur einen kleinen Ausschnitt. Wenn du Zeit hast, würde ich deshalb zumindest ein Stück über den eigentlichen Wasserschaupfad hinausblicken und die Landschaft des oberen Iseltals bewusst entdecken.

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