Die Umbalfälle sind ein wirklich tolles Ausflugsziel in Osttirol. Die leichte Wanderung ist gut machbar. Wir haben die besonderen Wasserfälle von Matrei aus besucht, wo man sehr gut im Alpenparks Montana übernachten kann. Von dort bist du auch schnell auf den schönen Almen und Bergseen in Osttirol. Übernachten kannst du dort in modernen Ferienwohnungen (mit privater Sauna) oder im Hotel – mit einem extrem guten Frühstücksbuffet.
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Umbalfälle beste Zeit – wann sind sie am schönsten?
Wann ist die beste Zeit für die Umbalfälle? Diese Frage ist tatsächlich wichtiger, als sie auf den ersten Blick klingt. Denn die Umbalfälle sehen nicht zu jeder Jahreszeit gleich aus. Entscheidend ist vor allem die Wassermenge der Isel. Und die wiederum hängt stark von der Schneeschmelze und vom Gletscherwasser ab.
Wenn du die Umbalfälle mit möglichst viel Wasser erleben möchtest, sind Juni, Juli und August besonders interessant. Gerade im Sommer führen die Gletscherbäche große Wassermengen ins Tal. Genau dann zeigen die Katarakte ihre beeindruckende Kraft. Aber auch Mai, September und Oktober haben ihren eigenen Reiz. Beachte: Im Winter ist der Zugang nicht möglich.
Meine Empfehlung für die beste Zeit
Wenn du mich nach der besten Jahreszeit fragst, würde ich es so einordnen:
– Juni bis August: beste Zeit für besonders viel Wasser
– Juli und August: beeindruckendste Wassermassen, aber auch beliebteste Zeit
– Mai und September: sehr guter Kompromiss aus Naturerlebnis und weniger Hochsommerbetrieb
– Oktober: schöne Herbststimmung, aber bereits deutlich kühler und schattiger
Umbalfälle im Frühling
Im Mai beginnt die Wandersaison rund um die Umbalfälle. Der große Vorteil des Frühlings ist die zunehmende Wasserführung. Wenn die Temperaturen steigen und in den Bergen die Schneeschmelze einsetzt, bekommt die Isel zunehmend Wasser. Allerdings kann der Frühling in dieser Höhenlage noch wechselhaft sein. Der Ausgangspunkt Ströden liegt bereits auf etwa 1.400 Metern, der höchste Punkt der offiziellen Runde bei 1.665 Metern. Deshalb würde ich bei einem Besuch im Mai immer die aktuellen Bedingungen kontrollieren. Wenn der Weg schneefrei und geöffnet ist, kann der Mai eine sehr schöne Zeit sein. Das Tal ist noch deutlich ruhiger als in der Hochsaison und die Natur wirkt frisch und ursprünglich.
Umbalfälle im Juni – für mich eine der besten Zeiten
Der Juni ist meiner Meinung nach eine besonders interessante Zeit für die Umbalfälle. Die Schneeschmelze nimmt Fahrt auf und gleichzeitig ist die Sommersaison noch nicht auf ihrem Höhepunkt. Wenn dein Hauptziel lautet: Ich möchte möglichst viel Wasser sehen, würde ich eher im Frühsommer als im Herbst kommen.
Umbalfälle im Juli und August
Im Hochsommer sind die Umbalfälle besonders beeindruckend. Das Wasser der Isel kommt aus dem hochalpinen Bereich und wird durch die Gletscherschmelze gespeist. Im Sommer kann der Fluss deshalb deutlich mehr Wasser führen. Das bedeutet: mehr Gischt, mehr Geräusch und mehr sichtbare Kraft.
Wer zum ersten Mal hier ist und genau dieses spektakuläre Wassererlebnis sucht, liegt mit Juli oder August ziemlich richtig. Allerdings sind diese Monate auch die beliebteste Zeit für einen Ausflug. Wer die Umbalfälle im Hochsommer möglichst entspannt erleben möchte, sollte deshalb eher früh am Tag starten.
Die Umbalfälle sind auch bei Hitze angenehm
Ein weiterer Vorteil des Sommers wird leicht übersehen: Der Bereich rund um die Umbalfälle ist überraschend angenehm, wenn es im Tal heiß ist. Der Weg verläuft durch Wald und im Bereich der Wasserfälle sorgen Schlucht, Vegetation und die Gischt der Isel für eine kühlere Atmosphäre. Auch Erfahrungsberichte von Wanderern beschreiben den Bereich der Umbalfälle als angenehm schattig und kühl, gerade an heißen Sonnentagen. Das macht die Wanderung zu einem guten Ziel für einen heißen Sommertag. Du solltest allerdings nicht den Fehler machen, wegen der sommerlichen Temperaturen nur mit kurzen Sachen loszugehen. Durch den Schatten und die Nähe zum Wasser kann es sich an den Wasserfällen deutlich kühler anfühlen als auf einem sonnigen Parkplatz im Tal.
Wie viel Schatten gibt es bei den Umbalfällen?
Das Thema Schattenlage ist bei den Umbalfällen tatsächlich interessant. Die Wanderung führt nicht über einen sonnigen Panoramaweg. Gerade der Zustieg und der Bereich rund um die Katarakte verlaufen teilweise durch Wald und in einem engen Tal beziehungsweise in einer Schlucht. Dadurch gibt es immer wieder längere schattige Abschnitte. An einem heißen Sommertag ist das angenehm. Du bekommst hier also nicht die typische Situation, bei der du drei Kilometer in der prallen Sonne bergauf wanderst. Gerade mit Kindern ist das ein Pluspunkt.
Im Frühling und auch im Herbst werden die Schatten aber besonders viel! Dann ist rund um die Umbalfälle kühl. Außerdem hast du keine durchgehend hell leuchtenden Wasserfälle, wie das beim Gollinger Wasserfall ist. Es ist eher schattig wie in der Liechtensteinklamm und der Partnachklamm. Diese Schattenlage bedeutet aber auch, dass der Weg nach Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit länger feucht bleibt. In der Nähe der Wasserfälle kommt zusätzlich Spritzwasser dazu. Deshalb solltest du hier unbedingt Wanderschuhe anziehen.
Morgens oder nachmittags?
Wenn du zwischen morgens und nachmittags wählen kannst, würde ich bei schönem Sommerwetter den Vormittag bevorzugen. Dann sind die Temperaturen meist angenehmer und du hast bessere Chancen auf einen ruhigeren Start. Die Schattenlage macht aber auch einen Besuch am Nachmittag attraktiv. Selbst wenn im Tal bereits große Hitze herrscht, kann es an der Isel angenehm frisch sein.
Für Fotografen ist die Situation etwas komplizierter: Die Lichtverhältnisse verändern sich durch die enge Tallage und den Schatten im Laufe des Tages. Einen durchgehend sonnigen Wasserfall darfst du hier ohnehin nicht erwarten. Ich würde deshalb bei der Planung nicht versuchen, eine bestimmte Uhrzeit wegen des Sonnenstands zu erzwingen. Das Wasser und die Landschaft sind wichtiger als perfektes Fotolicht.
Umbalfälle im September
Der September ist für mich einer der unterschätzten Monate. Die große Sommerhitze ist vorbei und der Besucherandrang bei den Wasserfällen in Osttirol weniger. Gleichzeitig kann die Isel noch eine beeindruckende Wasserführung haben. Dazu kommt die beginnende Herbststimmung im Virgental. Wenn du lieber in Ruhe wanderst und nicht unbedingt den absoluten Hochsommer brauchst, ist der September deshalb eine sehr gute Wahl.
Umbalfälle im Oktober
Auch im Oktober kann der NaturKraftWeg noch besucht werden. Allerdings werden die Tage deutlich kürzer, die Schatten mehr und in 1.500 bis 1.600 Metern Höhe können die Bedingungen bereits winterlich werden. Wer im Oktober unterwegs ist, sollte deshalb nicht nur nach dem Kalender planen, sondern die aktuelle Wetter- und Wegsituation berücksichtigen.
Dafür kann der Herbst wunderschön sein. Das Wasser der Isel trifft dann auf die Farben des Waldes (gefärbte Lärchen!). Gerade wer weniger Wert auf maximale Wasserführung legt und lieber eine ruhige Landschaft erleben möchte, kann im Herbst einen sehr schönen Besuch erwischen.
Wann sollte man die Umbalfälle nicht besuchen?
Die Antwort ist relativ einfach: Im Winter. Der Tourismusverband Osttirol weist ausdrücklich darauf hin, dass der Zugang zu den Umbalfällen in den Wintermonaten nicht möglich ist. Die Umbalfälle liegen am Ende des Virgental auf rund 1.400 bis 1.665 Metern Höhe. Schnee, Eis und winterliche Bedingungen verändern die Situation erheblich. Der NaturKraftWeg ist kein ganzjähriger Spazierweg.
Umbalfälle beste Zeit – mein Fazit
Die eine perfekte Reisezeit gibt es bei den Umbalfällen nicht. Für maximale Wassermassen: Juni bis August. Für warmes Sommerwetter und beeindruckende Wasserfälle: Juli und August. Für einen guten Kompromiss aus Wasser, angenehmen Temperaturen und weniger Betrieb: Juni oder September. Für Herbststimmung: Oktober. Für möglichst ruhige Verhältnisse: früher Morgen sowie die Randmonate Mai, Juni, September und Oktober.
Und noch ein persönlicher Tipp für die Planung: Lass dich von einem heißen Sommertag nicht abschrecken. Gerade die Schattenbereiche entlang des Weges und die kühle Gischt der Isel machen die Umbalfälle zu einem überraschend angenehmen Ziel bei hohen Temperaturen. Wenn du dagegen einen sonnigen Panoramaweg suchst, bist du hier falsch. Die besondere Stimmung der Umbalfälle entsteht gerade durch das enge Tal, den Wald, die Felsen, das Wasser und die wechselnden Lichtverhältnisse.

